Kann bei der Nutzung eines Kondenstrockners Schimmel entstehen?

Nasse Wäsche aus der Waschmaschine muss vor dem nächsten Auftragen ausgiebig trocknen – das ist für jedermann klar. An der Frage, wie das am sinnvollsten geschehen soll, scheiden sich allerdings landauf, landab die Geister. Der eine sorgt sich bei der Nutzung eines elektrischen Wäschetrockners um die Umwelt, ein anderer sorgt sich um die Verbreitung von Schimmel, wenn die Feuchtigkeit nicht aus dem Trockenraum entweichen kann. Seit vielen Jahren erfreuen sich Kondenstrockner größter Beliebtheit. Doch kann bei der Nutzung eines Kondenstrockners auch Schimmel entstehen? Wie kann er von Seiten des Nutzers vermieden werden? Dieser Beitrag bietet Antworten auf diese Frage.

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Luftzirkulation entscheidend für die Schimmelvermeidung

Wer sich einen Wäschetrockner zulegt, sollte sich mit dieser Frage in jedem Fall auseinandersetzen. Wenn sich im Haus bzw. der Wohnung lästiger Schimmel festsetzt, kann es ein aufwendiger und teurer Prozess sein, diesen zu entfernen. Mitunter leidet sogar der Wert der Wohnung darunter, was dann zu einem späteren Verkaufszeitpunkt richtig ins Geld gehen kann und ein tiefes Loch im Portemonnaie hinterlässt. Das A und O, um Schimmel zu vermeiden, ist die Zufuhr von Luft. Wo Luft zirkuliert, kann sich abgestandene, feuchte Luft verteilen und neue, trockenere Luft deren Platz einnehmen, sodass die Grundfeuchtigkeit für die Entstehung von Schimmel nicht mehr gegeben ist. Aufgrund dessen werden Ablufttrockner stets mitsamt einem Abluftrohr montiert, das die feuchte Luft aus dem Trockner nach außen abführt. Nicht in jedem Fall aber ist es möglich, einen Ablufttrockner zu montieren, sodass als Alternative ein Trockner mit Kondensfunktion bereitsteht.

Kondenswasserbehälter muss regelmäßig geleert werden

Bei der Trocknung von Wäsche in einem Kondenstrockner entsteht durch Erhitzung Kondenswasser, das entweder mittels eines Anschlusses direkt abgeleitet oder andernfalls in einem Behälter aufgefangen wird. Gibt es einen solchen Behälter, muss dieser vom Nutzer regelmäßig geleert werden. Andernfalls droht er überzulaufen, sodass das Wasser und somit die Feuchtigkeit, nicht aus dem Gerät entweichen kann. Ferner bietet es sich an, die Tür des Trockners nach jeder Benutzung offen stehen zu lassen, damit die Restfeuchtigkeit aus dem Gerät entweichen kann. Andernfalls nistet sich diese in den Wänden ein und sorgt langfristig für ungewollten Schimmelbefall. Normalerweise gibt es in einem Kondenstrockner ausreichend Dichtungen, die dafür sorgen, dass fernab davon keine Feuchtigkeit aus dem Trockner austritt. Somit ist die Entstehung von Schimmel eigentlich ausgeschlossen.

Wie auch immer man nun das Trocknen der Wäsche bewerkstelligt: Wer einen Kondenstrockner ordnungsgemäß einsetzt und regelmäßig den Wasserbehälter entleert, sodass genügend Platz für weiteres Wasser vorhanden ist, wird sich mit der Schimmelproblematik nicht weiter auseinandersetzen müssen, da dann keine Feuchtigkeit in der Maschine zurückbleibt. Zwar kann Schimmel prinzipiell aufgrund der hohen Feuchtigkeit nasser Wäsche entstehen, doch wer einen qualitativ hochwertigen Trockner erwirbt, muss sich grundsätzlich keine Sorgen um Schimmelpilzbefall machen. Es bietet sich dennoch an, darauf zu achten, dass der Kondenstrockner möglichst in kühlen Kellerräumen aufgestellt wird, wo mithilfe eines Fensters nach außen problemlos eine konstante Belüftung stattfinden kann. Zudem halten sich die wenigsten Personen dauerhaft in Kellerräumen auf, sodass das Feuchtigkeitsniveau im Vergleich zu den Wohnräumen in den oberen Geschossen relativ gering ist.