Welche Probleme können bei der Nutzung eines Kondenstrockners entstehen?

Auch wenn Kondenstrockner in der Regel zuverlässig und fehlerfrei arbeiten, können – wie bei allen elektronischen Geräten – Probleme auftreten.

Flusensieb verstopft

Ein häufiges Problem, dass bei der regelmäßigen Nutzung von einem Kondenstrockner auftreten kann, ist ein verstopftes Flusensieb. Bei jedem Trockengang lösen sich nämlich Flusen aus der Wäsche, die dann durch das Flusensieb, welches sich in den meisten Fällen an der Innenseite der Tür befindet, aufgefangen werden. Mit der Zeit können sich so viele Flusen ansammeln, dass das Sieb verstopft und darum nicht mehr richtig arbeitet, was wiederum zur Folge haben kann, dass sich die Flusen im Heizkanal oder im Gebläse vom Trockner absetzen. Flusen in Heizkanal oder Gebläse sind nicht gut für den Wäschetrockner, da sie die Leistung herabsetzen. Die Wäsche braucht dann länger, um zu trocknen und das Gerät verbraucht in der Konsequenz mehr Strom.
Daher empfiehlt es sich, das Flusensieb regelmäßig zu reinigen, am besten mit einer weichen Bürste und etwas Wasser.
Natürlich kann ein Sieb auch mal kaputt gehen. In diesem Fall sollte es direkt ausgetauscht und der Wäschetrockner nicht benutzt werden, ehe ein neues eingebaut wurde. Flusensiebe gibt es vom jeweiligen Hersteller der Trockner wie etwa Bosch oder Siemens.

Zum Kondenstrocker-Test

Der Wasserbehälter ist voll

Bei einem Kondenstrockner gelangt die Flüssigkeit, die der Wäsche zuvor mithilfe warmer Luft entzogen wurde, in einen extra dafür vorgesehenen Behälter. Wenn dieser voll ist, muss er manuell geleert werden. Wird der Behälter nicht geleert und läuft während eines Trockengangs voll, schaltet sich der Trockner automatisch ab, auch wenn die Wäsche noch nicht vollständig getrocknet ist.

Der Wärmetauscher ist verschmutzt

Ein weiteres Gerät, welches bei einem Kondenstrockner regelmäßig gereinigt werden sollte, ist der sogenannte Wärmetauscher. Wird der Wäschetrockner regelmäßig genutzt, so empfiehlt sich eine Reinigung etwa alle drei Monate. Das Gerät einfach aus dem Trockner nehmen und mit einem weichen Schwamm oder einem leicht angefeuchteten Tuch gründlich reinigen. Der beste Indikator für einen sauberen Wärmetauscher ist der Licht-Test. Das Teil dazu einfach gegen das Licht halten und prüfen, ob durch alle Seiten einwandfrei durchgeschaut werden kann. Erst dann sollte der Wärmetauscher wieder eingesetzt werden.
Ist der Wärmetauscher dagegen defekt, einfach beim jeweiligen Hersteller (Bosch, Siemens, etc.) einen neuen bestellen und das kaputte Teil ersetzen.

Feuchtigkeitssensoren können verkalken

Mithilfe der Feuchtigkeitssensoren misst der Wäschetrockner, wie viel Feuchtigkeit noch in der Wäsche ist. Diese Messung bestimmt die Dauer des Trockengangs, da sich der Trockner automatisch abschaltet, sobald die Sensoren erkennen, dass die Wäsche trocken ist. Mit der Zeit können sich aber Kalkablagerungen an den Sensoren bilden, die zu einer Verfälschung der Messergebnisse führen. In diesem Fall schaltet sich der Trockner unter Umständen zu früh ab, da die Sensoren ihm anzeigen, dass die Wäsche bereits trocken ist. Um dies zu vermeiden, sollten die Feuchtigkeitssensoren regelmäßig mit einem Tuch und kalklösenden Reinigungsmitteln oder einfach mit Essig gereinigt und vom Kalk befreit werden.

All diese Faktoren können die Leistung eines Kondenstrockners stark einschränken und so dessen Leistung herabsetzen und gleichzeitig den Stromverbrauch in die Höhe schnellen lassen, weshalb eine regelmäßige Wartung unerlässlich ist.